Statements zu politischen Fragen

Vorbemerkung

Ich habe Ende Mai 2018 mein Amt als Regierungsrat abgegeben.

Sie finden in der Folge einige politische Stellungnahmen aus den letzten Jahren.

Nützliche und unnütze Bildungsgänge?

Gegen das gegeneinander Ausspielen von Bildungsgängen

Es werden immer wieder Stimmen laut, die scheinbar „nützliche“ gegen „unnütze“ Bildungsgänge gegeneinander ausspielen. So verlangten vor einigen Jahren Vorstösse auf Bundes- und Kantonsebene einen Numerus Clausus oder andere Formen der Beschränkung des Zugangs zu den Geistes- und Sozialwissenschaften, denn diese seien brotlos und für die Gesellschaft weniger nützlich als etwa technische Studiengänge. Ebenso wird manchmal die Berufsbildung gegen die Universität ausgespielt oder die Grundlagen- gegen die angewandte Forschung.
 
Ich bin hingegen überzeugt: Für den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes sind Berufs- wie akademische Bildung gleichermassen nötig. Für Innovation und Fortschritt brauchen wir dringend eine hervorragende Grundlagenforschung an den Universitäten wie auch eine erstklassige angewandte Forschung an den Fachhochschulen. Und dass Geistes- und Sozialwissenschaften weniger „nützlich“ wären oder „brotloser“ als andere Studiengänge ist schon von den Fakten her eine Mär. Unser Bildungssystem hat mit der Komplementarität der Bildungsgänge und der Wahlfreiheit auf Hochschulebene sehr gute Erfolge erzielt. Alle antiliberalen Ansätze, hier mit bürokratischer staatlicher Steuerung einzugreifen, gehen völlig in die falsche Richtung.
 
Lesen Sie hier meine Rede am Dies academicus 2015 in Bern.

Der Entwicklungsdialog - Eine Vision für Bern

Die Politik kann und soll Zukunft gestalten

Zuweilen wird behauptet, die Politik solle nur reagieren und Probleme lösen. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft zu gestalten sei nicht ihre Rolle – wirtschaftliche und technologische Entwicklung seien durch die Politik kaum beeinflussbar und das sei gut so.

Ich bin überzeugt, dass wir uns als Gesellschaft Ziele und Richtungen setzen sollten. Unterschätzen wir nicht die Gestaltungsmacht der Politik. In meinem Präsidialjahr (1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018) habe ich mit vielen Partnerinnen und Partnern des Kantons Gespräche geführt, um Möglichkeiten für die weitere Entwicklung des Kantons Bern auszuloten. Viele wichtige Erkenntnisse sind dabei zusammen gekommen. Ich bin überzeugt:

  • Die Bernerinnen und Berner sind bereit, sich für gemeinsame Entwicklungsziele zu mobilisieren

  • Was wir beim Thema Medizinalstandort gezeigt haben, ist breiter möglich: Die Schaffung von Brücken zwischen der Forschung an unseren Hochschulen und der Anwendung in der Wirtschaft, welche wirtschafltliche und gesellschaftliche Dynamik auslösen werden.

  • Wichtig sind Gefässe, damit die oberste Führungsebene an der Vision dran bleibt. Die "Task Force Medizin" war dazu ein Erfolgsbeispiel

Lesen Sie hier meinen Schlussbericht über den Entwicklungsdialog. Lesen Sie als einen Beitrag mein Referat zu diesem Thema am BFH-Tag vom 7. November 2017.

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